Hochzeitstag: Verhaltensauffälligkeiten und Beziehungsstatus

Der galizische Frühling hat es dieses Jahr in sich! Man kommt nur noch selten aus dem Schiff. Wir schlafen sonst nicht wirklich lange, um noch etwas vom Tag zu haben. Das kehrt sich derzeit jedoch um in: um 11.00 Uhr aufstehen, bis 13.00 Uhr frühstücken und sich freuen, dass der halbe Tag schon geschafft ist.

Außerdem entwickeln wir stereotypische Verhaltensweisen, ähnlich wie sie bei Zootieren zu beobachten sind:
„Stereotypien sind definiert als wiederholte, unveränderte Muster von Verhaltenselementen ohne erkennbares Ziel, die über beachtliche Zeiträume pro Tag ausgeübt werden. Sie treten bei verschiedenen Spezies von Zootieren auf und werden den Verhaltensstörungen zugeordnet.“ „Hochzeitstag: Verhaltensauffälligkeiten und Beziehungsstatus“ weiterlesen

Ostern: Ironman, Auflösungserscheinungen und im Stehen pinkeln

Seit vier Wochen sind wir nun wieder in Spanien. Als wir los fuhren freuten wir uns: ab in den Süden, endlich weg vom Hamburger Schmuddelwetter! Tja, Pustekuchen… zu Hause wird´s sommerlich, Freunde schicken uns Fotos von Grillparties und es wird von Dürre und Waldbrandgefahr berichtet. Wir hingegen genießen zünftiges Aprilwetter mit Sonne, Wolken, Graupelschauern, Gewitter und ausgiebigen Regengüssen bei Temperaturschwankungen zwischen 6 und 26 Grad! Finde den Fehler… „Ostern: Ironman, Auflösungserscheinungen und im Stehen pinkeln“ weiterlesen

Fahrt nach Vigo: Rudi, Dune du Pilat, Angelsee und Ehefrau

Kilometer: 2700
Benzinverbrauch: 160 – macht 6 Liter/100 km
Kosten: 215 Euro und damit 120 Euro günstiger als ein Flug
Dauer: 5 Tage

Wie man an den Zahlen sieht, wollten wir es – wie beim Segeln auch – langsam angehen lassen. Die Fahrt sollte eine Reise sein. Ab sofort begleitet uns Quietscheente Rudi the Viking (der, wie schon seine Vorfahren, Europa mit uns erobert) die wir als Glücksbringer geschenkt bekommen haben! Danke Rudi für die Leihgabe!Seit Stillhorn klebte Willy, der die Aerodynamik einer Schrankwand besitzt, hinter LKWs. Ab Frankreich begannen die Maut-Autobahnen, die wir bis auf eine kleine Strecke bei Bayonne mieden. So ging es über Landstraßen durch kleine Dörfer, Wälder und Wiesen. Überall gab es etwas zu sehen und wir konnten an schönen Orten pausieren. Mit einer genialen App hangelten wir uns von einem herrlichen Rastplatz zum nächsten und suchten damit auch unsere Schlafplätze aus. Die Übernachtungen in Willy sind anfangs etwas abenteuerlich gewesen, weil wir noch nicht ganz eingespielt waren. In der Jugend war es irgendwie einfacher, sich nachts aus dem Schlafsack zu pulen, um zum Pinkeln raus zu gehen. Ein Küken kommt leichter aus dem Ei und es muss auch nicht wieder hinein. Ausserdem war es morgens immer so arschkalt, dass wir meist schon um 06.30 Uhr auf der Piste waren. Wer die französischen und spanischen Stehklos kennt, versteht vielleicht, warum wir es immer vorzogen, mit dem Klappspaten bewaffnet, die Wälder zu düngen. Die zweite Haut, die sich nach Tagen ohne Dusche bildete, gaben wir in einem 12 Grad kalten Angelsee ab. Ob hier jemals wieder gesunde Fische gefangen werden, bleibt abzuwarten.
Und das alles soll schön sein? Ja, ist es! Es hilft aber schon, ein büschn’ beknackt zu sein. Damit sind wir ja glücklicherweise reichlich gesegnet 😉
Einen Abstecher unternahmen wir nach einer Übernachtung bei Arcachon: Die „Dune de Pilat” ist die größte Wanderdüne Europas und wir sind auch schon wasserseitig an ihr vorbei gesegelt…bei Nacht!
Beeindruckend, wie dieser riesige Sandhaufen ganze Wälder langsam verschluckt. Während sich dort im Sommer wohl Hunderte von Besuchern tummeln, waren wir morgens um 8:00 Uhr fast allein dort!
Alles in allem war es eine spannende Fahrt und wieder gab es viel Neues zu entdecken. Nie haben wir uns an den Plätzen irgendwie unsicher gefühlt. Warum auch? Schließlich hat Hatti eine Ehefrau an Bord! UND ER IST BEREIT, SIE EINZUSETZEN!!!!
Ach ja, wir sind ohne es zu merken, mal eben durch halb Europa (Nord Süd-Ausdehnung) getourt! Ein Hoch auf das gemeinsame Europa!

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2018 – das bisher schönste Jahr unseres Lebens? oder: Ist Glück nichts weiter als ein Informationsdefizit? – Ein Rückblick

Nachdem 2017 eher ein „geht so..“ Jahr war resetetten wir uns am 01. Mai und legten In Saint Brieuc, unserem Überwinterungshafen, ab. Kurs Süd! Was dann folgte, waren Monate, wie wir sie 2017 nicht erlebt haben.

Fast durchgängig hatten wir angenehme Winde aus Ost oder Nord und eine Biskaya, die einem Ententeich glich.

Fest entschlossen, unseren Plan einzuhalten, „2018 – das bisher schönste Jahr unseres Lebens? oder: Ist Glück nichts weiter als ein Informationsdefizit? – Ein Rückblick“ weiterlesen