Viana do Castelo: Klo, Blaubeersammlerin, Mittelalterfest, Thomas mit kurzem Schiff auf langer Fahrt

Viana do Castelo ist (laut google) eine der hübschesten Städte an der Nordküste Portugals und die Hauptstadt des gleichnamigen Distrikts und des Kreises in der Region Nord…und wir mitten drin!
Wir haben uns entschieden, hier eine ganze Woche zu bleiben, um erst einmal runter zu kommen! „Viana do Castelo: Klo, Blaubeersammlerin, Mittelalterfest, Thomas mit kurzem Schiff auf langer Fahrt“ weiterlesen

Hoch die Tassen – Portugal: Dänisch auf rückwärts, eine endlose Treppe und 2 Liter Wein im Blut

Am Pfingstsonntag, den 9. Juni holten wir den Anker vom Grund der Ria de Vigo und machten uns zusammen mit unserem Freund Mehldi auf den Weg Richtung Süden! Ein bisschen Wehmut machte sich breit, da wir nun dieses wunderschöne Segelrevier verlassen sollten, wo wir uns so wohl fühlten. „Hoch die Tassen – Portugal: Dänisch auf rückwärts, eine endlose Treppe und 2 Liter Wein im Blut“ weiterlesen

Die Heimat zu Besuch: ins Wasser gefallen, Sturmtief und ein beinahe Pferdekuss

Mit unseren alten Freunden Martin und Jörg ist ein Stück Heimat zu Besuch gekommen.

Martin landete zuerst in Vigo. Wir holten ihn vom Flughafen ab und segelten mit ihm schon am nächsten Tag zur Insel Cies. Hier gab es am Ankerplatz einen fiesen Atlantikschwell, der ganz fiese um die Insel kroch. Das Anlanden mit dem Dingi wurde zur Herausforderung. „Die Heimat zu Besuch: ins Wasser gefallen, Sturmtief und ein beinahe Pferdekuss“ weiterlesen

Eine Woche vor Anker: Hatti nervt noch immer

Eine Woche vor Anker in Moaña und Limens!

Es gibt von dieser Woche nicht so richtig viel zu erzählen. Wir ruhten uns aus – oder wie die Dänen sagen: Vi slapper af!
Es war ja auch wirklich anstrengend die letzten Tage! „Eine Woche vor Anker: Hatti nervt noch immer“ weiterlesen

Eine Dödelwoche in Vigo: Sheila die Sklavenhändlerin, beinahe auf den Hund und ein Haus gekommen und Hatti nervt

Das Großsegelsystem ist vollständig, alles passt und Hatti´s Erkältung ist ausgeklungen – und nu? Mit einem Mal kam so etwas wie Langeweile auf. Den Hafen hatten wir für eine Woche bezahlt, weil´s so günstiger war. Es galt, die Zeit rum zu bekommen.

Wir planten mit Conni und Rolf von der Chaaya eine Wanderung in der Pampa. Weil Hatti noch etwas angeschlagen war und Conni wandern maximal mäßig spannend fand, sollte es keine Pilgerfahrt an´s Ende der Welt werden.
Schon die Fahrt durchs Küstengebirge zum Ausgangspunkt der Wanderung war spannend. Der Wanderweg aber dann, war extrem geil. Durch Wälder, über Berge und durch Täler ging es. Auch wurde es anstrengend. Als Steffi die Führung der Gruppe übernahm, verpasste sie eine Abzweigung und wir verliefen uns ein wenig. Alles nicht weiter schlimm, aber dehydriert und ausgelaugt wie wir waren und mit einer Portion Höhenluft (800 Meter) wurde folgende Geschichte daraus:

Wir vermuteten, sie führte uns absichtlich in die Irre und in dem Moment, wo wir erschöpft und verwirrt zu Boden sinken, nutzen sie und ihre Kumpanen die Gunst der Stunde, fesseln und knebeln uns und verschiffen uns nach Marokko. Dort würden wir auf den Märkten von Steffi, hier ist sie bekannt als Sheila die Sklavenhändlerin, als Sexsklaven feil geboten. Hatti konnte sich mit dem Gedanken anfreunden aber Rolf und Conni bemerkten, dass wir falsch waren und mahnten zur Umkehr. Wir waren gut drauf!

Auf dem Rückweg entdeckten wir noch eine Hausruine, die zu verkaufen war. Das sind die Momente, an denen Steffi hektische Flecken im Gesicht bekommt. Die Kombi „Hatti“ und „Bauprojekte“ macht ihr irgendwie Angst. Hätte da zufällig der Eigentümer mit einem Kaufvertrag gestanden…wir wären um ein Bauprojekt reicher. Hatti versuchte sogar mit dem Makler Kontakt aufzunehmen – leider (!?) erfolglos.

Erst abends waren wir zurück auf unseren Schiffen und konnten gut schlafen (Hatti träumte von einem Leben als Sexsklave).

Die Woche war dann letztendlich doch irgendwann zu Ende und es hieß Abschied nehmen. Seit Ende Oktober lag BigFoot – mit kleinen Unterbrechungen – im Hafen von San Adrian. Alles war vertraut und die Hafenmeisterin Yolanda wurde ein bisschen zur Ersatzfamilie. Mit Schoki und Wein wollten wir uns von ihr verabschieden. Auf dem Weg zum Hafenmeisterbüro bemerkten wir auf einem ziemlich heruntergekommenen Schiff einen Hund, der verzweifelt jaulte und meldeten dies Yolanda. Sie sagte, das Schiff gehöre Vater und Sohn, die schon seit zwei Jahren ihre Liegeplatzgebühr nicht mehr gezahlt hätten und deshalb an einen Außensteg gelegt wurden. Sie habe die beiden schon seit Tagen nicht mehr gesehen. Auf sowas können wir so gar nicht und erklärten ihr, dass der Hund ohne Wasser nicht lange überleben würde. Sie wollte sich darum kümmern, aber wir legten nach der Verabschiedung mit einem unguten Gefühl ab. Hatti sah sich schon nachts in´s Schiff einsteigen und „seinen“ Hund retten. Wir löcherten Yolanda am Folgetag mit Mails und boten unsere Hilfe beim Einbruch in das Schiff an. Wir bekamen dann aber die Info: Alles OK! Die Besitzer kümmern sich! Der Vater sei zwar im Krankenhaus, aber der Sohn jetzt mit Wauwi an Bord. Steffi war erleichtert und Hatti fühlte sich um einen, seinen, Hund betrogen. 🙂

Die  Tage verdödelten wir dann bei Moana vor Anker, segelten oder besuchten die örtlichen Märkte.

In den letzten Wochen ist Hatti auf dem Fitness- und Gesundheitstrip. Viel Sport, wenig bis gar kein Essen (morgens fällt das Frühstück im Sinne von Intervallfasten häufig aus) und so gut wie gar kein Alkohol. Fleisch? Fehlanzeige! Dafür kämpft er sich joggend über Berge und an Stränden entlang. Seit neuestem geht er mit Wärmflasche ins Bett, weil „ich habe immer so kalte Füße…“.
Was ist bloß aus dem Chips fressenden und Bier atmenden King Kong geworden, der mit einem fröhlichen Rülpser ins Bett fiel und sofort in den Schnarchmodus schaltete?

Positiv: Blutdruck ist nahe dem Optimum!
Nachteil: Lebensqualität und Humor sind nur noch so „mittel“!

…und er geht mit seinem Gehabe einem manchmal ziemlich auf die Eierstöcke…
Alles wird gut!

Islas Atlanticas (Galicia): Genehmigungen/ Permissions – Tutorial – deutsch – englisch

Nachfolgend haben wir versucht, das Genehmigungsverfahren für den Nationalpark “Islas Atlanticas” möglichst anschaulich und simpel zu erklären.

deutsche Version

Below we have tried to explain the way to get your permissions for the national park “Islas Atlanticas” as simple as possible.

english version

Never ending stories: Vigo, Großsegel, Regen, Reifen und Warnungen

Nun hängen wir schon 2 Monate in der Ria de Vigo ab. Eigentlich wollten wir seit 1,5 Monate mit neuem Großsegel auch die anderen Rias nördlich von Vigo erkunden und erst Ende Mai wieder in Vigo landen, um unsere ersten Mitsegler Martin Wilke und Jörg Mehldau aufzunehmen. Zwar lud das unbeständige Wetter nicht zu großen Reisen ein, aber der Hauptgrund, warum wir hier aus unserem Überwinterungshafen nicht weg kommen, ist das immer noch unvollständige neue Großsegelsystem. „Never ending stories: Vigo, Großsegel, Regen, Reifen und Warnungen“ weiterlesen

Sause in Vigo: ohne Franzmänner, El Caballero und ausserhalb normaler Parameter

 

Wir gucken mal kurz zurück in die Vergangenheit:
Schon die Römer waren damals in dieser Gegend unterwegs. Einem fiel wohl ein, am Wasser eine Kneipe aufzumachen – Schwupps: Vigo war entstanden! „Sause in Vigo: ohne Franzmänner, El Caballero und ausserhalb normaler Parameter“ weiterlesen

Ansegeln: Maschinenstreik, extrovertierte Felsen und Heirat einer Ankerwinsch

So, Wetter ist feini – raus aus dem Hafen!

Wie immer bei der ersten Saisonfahrt ist man ein kleines bisschen aufgeregt. Läuft die Maschine? Ist das neue Großsegel richtig angeschlagen? …und kann man das Alles überhaupt noch? Wir zwei Salzbuckel 🙂 schafften die 4 Meilen bis in die nächste Ankerbucht aber ohne Probleme. Nach nur einer Stunde fiel der Anker. Sonne, kaum Wind, keine Welle und neben uns ein spanisches Boot mit 5 jungen Mädels, die sich den ganzen Tag in der Sonne räkelten. Ein perfekter Tag, nicht nur für Hatti. Steffi sprang sogar noch in den nur 14 Grad kalten Atlantik. Hatti, der aufgrund der Nachbarn eher eine Abkühlung gebraucht hätte, frostködelte. „Ansegeln: Maschinenstreik, extrovertierte Felsen und Heirat einer Ankerwinsch“ weiterlesen