Vor ziemlich genau drei Jahren haben wir das Haus zusammen mit einer Maklerin auf dem Heimweg nach Hamburg zum ersten Mal besichtigt. Nach der Besichtigung folgte ein kurzer Streit, der es aber in sich hatte. Obwohl das Haus alles bot, wonach wir suchten, wurde alles noch einmal in Frage gestellt: Wozu das alles? Haben wir so viel Geld? Schaffen wir die Renovierung? Was ist mit Segeln?Klar, dass Hatti sofort kaufen wollte! Steffi´s Job in solchen Phasen ist es, zunächst alles noch einmal ausführlich zu benörgeln. Was keiner weiß ist, dass sie eigentlich nur Hatti´s eigene Bedenken zum Ausdruck bringt und er manchmal insgeheim froh ist, ausgebremst zu werden.
Die Sätze „Zum Glück haben WIR (LOL!) damals entschieden, es nicht…“ und „Ich wollte es ja damals, aber Du wieder einmal nicht“ – Hatti liebt sie!
In Summe kommt bei unseren Diskussionen aber immer etwas Vernünftiges heraus. Wir wurden kürzlich gefragt, ob wir unser Projekt jemals bereut haben!? Never! Die obigen Fragen haben wir uns schon lange nicht mehr gestellt!
Netto haben wir ca. 14 Monate gebraucht, um aus einem Schei…haufen unser Traumhaus zu zaubern.
Aber… das war kein Kindergeburtstag auf einem Ponnyhof! Die Arbeitswochen hatten nicht selten 70 Stunden, wir kämpften mit Baustaub, schleppten hunderte Tonnen von Sand, Erde, Zement, Putz, Steinen/Felsen, Fliesen, Hölzer jeglicher Art usw. Wir mussten uns in einem fremden Land, dessen Sprache wir nicht sprechen, orientieren und viele Dinge haben auch wir zum ersten Mal gemacht.
Klar, man kann vieles besser machen … und beim nächsten Haus machen wir es bestimmt auch.
Unser geplantes Budget von 80.000,- für Kauf und Renovierung haben wir locker unterschritten und können uns nun auch mal etwas Schnickschnack leisten. Selbst dreilagiges Klopapier scheint plötzlich im Bereich des Möglichen zu sein. Nicht, dass wir es jemals kaufen würden – aber wir könnten! ![]()
Die letzten Arbeiten:
Schon Anfang Dezember bestellten wir unsere am Laptop selbst geplante IKEA Küche, die Ende Dezember geliefert wurde. Die ganze Küche? Nee, von 72 Packstücken wurden 19 Pakete geliefert. Der Rest sollte drei Wochen später geliefert werden – the portuguese way of life! …traf auf den „german way of life“. Drei Tage lang blockierten unsere Anrufe die Ikea-Hotline und auch bei dem Spediteur war der Name Hattermann bald kein unbekannter mehr. Fünf Tage später war die Küche da!
Von der Qualität der Möbelstücke waren wir begeistert. So viele tolle Ideen, die sich in manchmal nur kleinen Teilen fanden! Das steckt schon viel Grips drin!
Ansonsten forderte die Küche uns zwei Wochen lang alles ab. Gas, Zuwasser und Abwasser mussten verlegt werden und die elektrischen Leitungen, die wir vor langer Zeit auf gut Glück verlegt hatten, waren natürlich überhaupt nicht da, wo sie sein sollten. Dass der Abzug der Dunstabzugshaube bei der Durchführung durch die Decke genau mittig auf einen Deckenbalken traf, war da schon das geringste Problem.
Egal, irgendwann war die Kiste drin und es folgte „kurz“ noch der Rausriss des alten Fußbodens im Wohnzimmer und das Verlegen eines neuen Dielenbodens.
Neues Bett, Schränke, Regale und andere Kleinigkeiten fanden ihren Platz im Haus – Zack, war die Hütte fertig!
Zum Schluss musste der Hausherr sich mächtig an den Riemen reißen, weil er immer luschiger wurde.
„Malst Du eigentlich noch unser Haus oder bist Du gerade dabei, einen Schweinestall zu kalken?“ fragte Steffi zu Recht!
Man hätte jetzt mit den Außenarbeiten anfangen können, aber das Wetter schlug um. Portugaluntypisch regnete es fast 4 Wochen und die örtlichen Stauseen waren seit Jahren mal wieder randvoll. Eine gute Zeit, um die kleinen, nervigen Restarbeiten und perfektionierte Provisorien im Haus fertig zu bekommen.
Am Ende ist es „UNSER“ Haus geworden: Keine Kompromisse, ein eigener Grundriss, eigener Qualitätsanspruch, eigener Geschmack. Jetzt fehlt eigentlich nur noch ein Köter und die Sache ist rund! ?? Leider ist Steffi in dieser Angelegenheit etwas “sperrig”.
Habt ihr super gemacht!
Und der „köter“ passiert euch bestimmt einfach. In Portugal gibt es ja auch viele herrenlose Wauzis, einer davon erobert bestimmt auch Steffis Herz 🫶🤗
Zugegeben, gezweifelt hatte ich am Anfang schon.
Das auf Grund meiner eigenen Erfahrungen mit Umbauten und Ausbauten von Häusern / Segelbooten sowie der Neugestaltung von Gärten.
An manch einem Arbeitstag fiel die anfängliche Euphorie weit unter den Gefrierpunkt.
Rausgerissen haben mich dann immer wieder Kleinigkeiten, die fertig und von der To do Liste gestrichen werden konnten.
Mehrere “Bergfeste” halfen auch.
Nun gratuliere ich Euch sehr herzlich zu Eurem “Paradies” !!!
Konntet Ihr es auch schon, faulenzend”
geniessen ?
Denn fertig wird ein solches “Traumobjekt” nie.
Euer Haus strahlt so viel aus !!!
Es lächelt seine Gäste förmlich an.
Es ist eine Bereicherung der Landschaft !!
Auf der, vorraussichtlich letzten, Saisoneröffnungsfeier am Karfreitag auf Peters Werft werdet Ihr sicher unter Euren Freunden das Gesprächsthema sein.
Wir würden so gerne gemeinsam mit Euch feiern !!!
Seid ganz lieb gegrüßt.
Euer alter Freund Herbert
Mensch Herbert! Da wird uns ja richtig warm ums ❤️
❤️
Moinsen,
das hört sich alles echt gut an 🙂
Jetzt noch ein Hundi und es wäre perfekt…und ihr hättet eine kleine neue Herausforderung…Hundeerziehung 😉
Falls ihr euch doch noch dafür entscheidet…macht euch bitte vorher Gedanken, was für ein Hund zu euch passt. Es gibt da sooo viele Unterschiede (zig gesehene Sendungen von Martin Rütter machen mich zum Fachmann *hihi, griiins*)
Im Ernst, macht euch schlau, holt euch Beratung und findet genau EUREN Hund.
@Steffi: Sei aufgeschlossen, so ein Hundi wird euer Leben bereichern…und ich glaube, du würdest es irgendwann auch lieben und nicht missen wollen…
Na denn, so viel erstmal, Euch alles Gute und viele liebe Grüße,
Berti
Hi Ihr Beiden,
Einfach großartig nochmals den Werdegang von Hütte zur Großbaustelle bis zum Traumhaus zu sehen, Bravo und sehr mutig 👍👌
Wir wünschen Euch die nötige Ruhe Euer Werk gemeinsam auch zu genießen!!
Herzliche Umarmung von
Ingo & Claudia