Es fällt uns nicht leicht, aber wegen sich ändernder Lebensumstände und Interessenslagen planen wir, unsere BigFoot in andere, aber gute(!), Hände zu geben.
Wir haben das Schiff 2009 als Restaurationsobjekt in Griechenland gekauft und 5 Jahre Arbeit und ca. 70.000,- EUR in das Schiff gesteckt, um es in einen Zustand zu versetzen, der es uns ermöglichte, mit dem Schiff die Welt zu bereisen. Polen, Russland, Aalands, Schweden, Dänemark und seit 2017 die Atlantikküste bis in die Portugiesische Algarve.
Das Schiff ist trotz seines Alters in einem guten bis sehr guten Zustand, rostfrei und sofort segel- und reisefertig. Wer aber Schiffe im Allgemeinen und Stahlschiffe im Besonderen kennt, weiß, dass die Arbeiten nie aufhören.
Stahl will gepflegt werden und ist schwer. Dafür ist es robust, ehrlich und überall auf der Welt reparabel.
Bei der Restauration bemühten wir uns, die Systeme einfach und austauschbar zu gestalten, Sicherheit hatte Priorität vor Performance. Eigens geschweißte und begehbare Stahlsprayhood statt Stoffsprayhood, Fußpumpen statt Druckwassersystem, Petroleum statt Gas, Holzofen statt Dieselheizung, stark dimensioniertes, aber schweres Rigg, Stagreitersegel statt Rollfock (das würden wir aus heutiger Sicht jedoch nicht wieder machen). Wir sind Extremsegler und sind nur bei extrem guten Wetter draußen und haben das Schiff nie an seine Grenzen gebracht, die viel später anfangen als unsere eigenen. Überraschungen bei 7-8 Bft steckt es bei richtig geplanter Besegelung gut weg!
Das Schiff ist kein modernes Raumwunder, hat jedoch großzügige Staumöglichkeiten, getrennte Sektionen, kollisionsdichte Schotts, einen abgetrennten Werkzeug- und Ersatzteilraum und bietet bequem bis zu vier Crewmitgliedern durch schweres Holz viel Gemütlichkeit.
Segeleigenschaften: bei 4 Bft mit halbem Wind sind wir mit der richtigen Beseglung schnell bei 6,5 Knoten auf der Uhr. Typisch für einen Langkieler ist die Kursstabilität, aber auch die Eigenwilligkeit bei Rückwärtsfahrt in engen Hafengassen (allerdings sorgt hierbei das kräftige Rheinstrom-Bugstrahlruder für Abhilfe). Durch den Langkiel und der dortigen Aufnahme der Ruderachse fühlen wir uns in der Region Portugal relativ sicher vor Orca-Angriffen.
Das Herot Rigg wurde 2011 neu gekauft
Der Bukh Diesel erhielt 2013 eine Generalüberholung bei einem Bukh Spezialisten in Kappeln für 8.000,- EUR.
Im Frühjahr 2026 durchgeführte Arbeiten:
- Reinigung des Dieseltanks und Befüllung mit 380 Liter frischem und mit Grotamar versetzen Diesel
- Reinigung des Abwassersystems und Installation neuer Schläuche
- Austausch zweier undichter Ventile mit TrueDesign Ventilen.
- Nähen von Luken-Coverabdeckungen
- Aussenborderinspektion beim Yamaha Händler
- Alljährliche Behandlung von Oberflächen-Rost
- Leuchte im Masttop installiert (Lifetime Lampe von Lopolight ca. 550,- EUR)
- Ersatz eines Brenners für die Kochstelle
Interessenten bieten wir jederzeit eine Besichtigung in der Gegend von Lagos bis Cádiz an. Übernachtungsmöglichkeit und Probewohnen im Hafen sind möglich.
Nach derzeitiger Planung wird das Schiff im September in Olhao aus dem Wasser kommen und wir verlassen die Algarve.
Wir freuen uns über ernst gemeinte Anfragen/Fragen
Eine Doku des SWR über uns und das Schiff findet ihr unter:
https://www.youtube.com/watch?v=MmY_Uhah7hM&t=240s
Unsere Homepage und Blog:
Schiffsdaten und Ausrüstung:
https://www.sybigfoot.de/ausruestung/
Die Restaurierung:
https://www.sybigfoot.de/restaurierung/
Die Bilder sind alle aus diesem Jahr (März bis heute)