Monchique Gebirge: Wandern, Wasser bunkern und der Tod einer Nachtigall

Obwohl wir uns schon einigermaßen gesund ernähren, will die Corona Wampe nicht verschwinden. Mehrere Tage vor Anker, aufstehen um 10.30 Uhr (keine Ahnung, wann es morgens eigentlich hell wird) und auf dem Schiff rumlullen… damit ist jetzt Schluss.

Vom Ankerplatz sehen wir das Monchique Gebirge: „Der Berg ruaft!“

Als Bewohner der norddeutschen Tiefebene (das kommt kurz hinter dem Wattengebiet), der nach einem Spaziergang in den Harburger Bergen Freunden gern von seinen alpinen Abenteuern berichtet, muss man sich entsprechend vorbereiten. Über die App Wikilog hatten wir uns für den Anfang eine 13 Kilometer lange Strecke mit 400 Höhenmetern ausgesucht.

Im Monchique Gebirge soll es mehrere natürliche Trinkwasserquellen geben, wo man sich das Wasser abfüllen kann, das im Laden in Plastikflaschen teuer als Monchique Wasser angeboten wird. Unsere 400 Liter Trinkwasser gingen nach drei Wochen ohnehin dem Ende entgegen und so sammelten wir alle verfügbaren Kanister zusammen, um dort 70 Liter abzufüllen.

Oben im Ort Monchique begann die Wanderung und Hatti übernahm mit Handy und App die Führung und es ging durch frisch geschälte Korkeichen- und Eukalyptuswälder.

Unsere Eigenheiten beim Wandern:
Steffi: etwas schlapp bei Aufstiegen, dafür wie ein Blitz bei den Abstiegen. Was ihr überhaupt nicht gefällt, sind „Wegversuche“ in der Pampa, die unwegsam sind und immer drohen, im Nichts zu enden. Das Ergebnis ist ein dauerndes: „Das kann doch nicht sein…“, „Meinst Du wirklich?“, Ohh nee, ehrlich jetzt!?“. Es ist dann wie ein anhaltendes Hintergrundrauschen und man spürt ihre Blicke quasi im Nacken. Je nach Schwierigkeitsgrad ist es nicht immer angenehm, sie hinter sich zu wissen.

Hatti: die Stärke liegt bei den Aufstiegen. Bei den Abstiegen schmerzen die Knie. Da, wo kaum noch Weg zu finden ist, wird’s für ihn erst interessant. Er ist der festen Überzeugung, dass seine Abkürzungen kürzer als die Luftlinie sind. Im Ergebnis endet man unter seiner Führung schon mal in Sackgassen oder mit völlig verschlammten Klamotten…oder beidem. Das Schlimmste aber ist: Er fängt bei fortgeschrittener Wanderung an zu singen. Dass er die Texte der Lieder kaum kennt, sie vermischt und Eigenes dazu dichtet… stört ihn nicht. Hinzu kommt, dass wenn ein Hattermann singt, irgendwo auf der Welt eine Nachtigall stirbt.

Alles in allem eine Kombi, die vermuten lässt, dass nicht unbedingt beide das Ziel lebend erreichen. Bei uns beiden endet es aber immer in Gegacker und Rumgefrötzel.

Natürlich hat der Herr sich verlaufen und es wurden ein paar Kilometer mehr. Wie viel mehr kann man nicht sagen, weil er mit seinen Wurstfingern die App regelmäßig zum Absturz brachte und die Wegaufzeichnung beendete. Egal..war lustig.

Auf unserem Weg fanden wir zwei Quellen und an einer füllten wir unsere Trinkwasserkanister auf.

Ein schöner Tag!

Ein Gedanke zu „Monchique Gebirge: Wandern, Wasser bunkern und der Tod einer Nachtigall“

  1. Moin,
    stattliche Plautze Herr Hattermann, vielleicht solltest du die Abstiege rollend bewältigen, geht nicht so auf die Knie 🙂
    Bin aber wenn ich ehrlich bin auch nicht schlanker geworden 😉

    LG und munter bleiben

    Berti

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