Die Suche nach einem Überwinterungshafen

Bei der Suche nach unserem Überwinterungshafen hatten wir folgende, bescheidene Ansprüche: er sollte gut geschützt sein, nix kosten und in einer schönen Umgebung liegen. Die stadtnahen Häfen von Vigo kamen der Preise wegen nicht in Frage (300,- EUR/Monat) oder die Sanitäranlagen waren so versifft (Marina Punta Lagoa), dass man sich auch gleich im Tropeninstitut ein Bett hätte bestellen können – und gerade Hatti ist bekannt für seinen nicht allzu hohen Anspruch an solche Dinge – aber das war auch ihm zuviel! Auch im Hafen von Moana, gegenüber von Vigo, war es bei dem Hurrican sehr ungemütlich und kam er nicht in Frage. Auf den Seekarten war noch ein kleiner Hafen ganz am Ende der Ria zu sehen, jedoch ließ die Hafenzeichnung nicht viel erwarten. Von Moana machten wir uns trotzdem an einem sonnigen, aber windigen Tag zu einer 45 minütigen Fahrradtour auf, um die Marina San Adrián wenigstens einmal gesehen zu haben. Und siehe da: Hier gab´s null Wind und die hübsche (jaaaa Steffi: …“und nette …und intelligente“) Hafenmeisterin Yolanda machte uns ein gutes Angebot – wir schlugen ein! Glück gehabt. Zwar ist das Wetter hier aktuell auch unfreundlich und windig, aber nichts im Vergleich zum Hafen von Freunden, die zeitweise nicht mehr von Bord kommen, weil ein Gang auf den Stegen zu gefährlich ist und automatisch nasse Füße bedeutet! Hier ist es auch bei viel Wind noch erträglich und wir können BigFoot ruhigen Gewissens alleine lassen. Da macht es auch nichts, dass in diesem Dorf der Hund begraben ist! Alles Gute ist eben nie beisammen…

Mittlerweile sind wir schon 2 Wochen hier im Hafen und bekamen nochmals Besuch von Jörg´s altem Handballkollegen mit seiner neuen Freundin. Das Treffen mit uns wurde eine Überraschung für ihn, weil seine Freundin den Sinn einer Flugreise in das herbstliche Galizien für sich behielt und heimlich mit uns das Überraschungstreffen in einer Bar in Pontevedra plante. Das gab große Augen!:-)

Außerdem sind wir dabei, BigFoot längst nötige Pflege zukommen zu lassen und Umbauarbeiten vorzunehmen:

– Bestellung eines neuen Großsegels
– Bestellung und Einbau einer neuen elektrischen Ankerwinsch (der Rücken des Skippers macht das Hand über Hand Einholen von 50 Meter Kette nicht mehr mit – Schlaffi!!!)
– Ausbessern von Roststellen
– Abbau einiger Gerätschaften für den Winter
…nebenbei haben wir uns noch blind im Internet einen Renault Kangoo für die Wintermonate in HH gekauft.

Die Anschaffung eines neuen Radars zu Beginn des Jahres, das Großsegel, Ankerwinsch und Autokauf haben blöderweise die durchschnittlichen Ausgaben für dieses Jahr um 800,- EUR/Monat steigen lassen und wir haben damit eine Punktlandung von 2.300, – EUR/Monat, unserem kalkulierten maximalen Monatsverbrauch, hingelegt.

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