Richtung Ijsselmeer

Freunde von uns, die Mehldaus, haben sich zu Besuch angekündigt. Treffen wollten wir uns in Grou.

Deshalb legten wir uns einen Tag vor dem Treffen wieder in die Pampa an einen Steg.  Diese wilden Plätze haben den Vorteil, dass man seine Ruhe hat und vor allem: Es kost nix! Wir versuchen durch solche Übernachtungen die Kosten für Hafenliegepläte im Schnitt möglichst niedrig zu halten. Ausserdem sind wir durch die Solarpanele, Windgenerator und großen Tankkapazitäten ziemlich autark.

Grou ist so eine Art Wassersportzentrum mit einer urigen Altstadt. Wir suchten uns zum Treffen mit den Mehldaus einen Liegeplatz etwas außerhalb des Stadtkerns in einer kleinen Werft.

Und dann kamen Sie! Yipeeeehhh! Ein Stück Heimat ist zu Besuch! Den Abend verbrachten wir mit Grillen und chillen. In der Bilge fanden wir noch eine Sambucca Flasche von unserer Abschiedsfeier. Was sollen wir sagen: Die Flasche gibt’s nicht mehr!

Am darauffolgenden Tag ging es uns so, wie dem Wetter: Schlecht! Es nieselte meistens und ein Stadtrundgang durch Sneek war auch eher trübe. Viel zu schnell verließen uns die beiden dann abends schon wieder.

Am folgenden Tag ging es nach Lemmer. Lemmer liegt dierekt am Ijsselmeer und wir konnten noch ein paar Einkäufe machen. So ganz nebenbei erfuhren wir, dass auf holländischen Gewässern der Wateralmanak an Bord sein muss. Eine Sammlung von Vorschriften und Hinweisen. Natürlich auf holländisch. Zwar versteht man das meiste im Radio aus dem Zusammenhang einzelner Vokabeln. Bei Gesetzestexten ist das aber anders. Also kauften wir das blöde Ding, legten es in die hinterletzte Ecke und versuchen es seit dem zu vergessen.

Auch unser Funkgerät musste auf ATIS umgestellt werden. Das ist der Modus für Binnenfunk. Puh! Wieder mal eine Bedienungsanleitung durgekramt und wild die Knöppe an der Funke gedrückt. Erledigt!

Von Lemmer ging es 16 Meilen über das Ijsselmeer nach Enkhuize. Meer ist gut… Es ist dort selten tiefer als 4,5 Meter und Landsicht verliert man, außer bei Nebel, nie. Trotzdem soll es durch Wetterumschwünge, Nebel und einer kurzen und steilen Welle nicht ohne sein. Wir erlebten jedoch einen schönen Segeltag mit achterlichen Winden von 3 Beaufort.

Enkhuizen ist schön. Vor allem schön teuer! Der bisher teuerste Liegeplatz mit 20 EUR/Nacht zuzüglich Duschen, Strom und Wasser. Es gibt zwar auch die Möglichkeit zu ankern, aber selbst das kostet 10 EUR. Egal! Die Stadt hat einiges zu bieten und wir blieben auch den folgenden Tag, den wir bei ständigem Regen im Schiff verdödelten.

Steffi backt Brot! Alles war vorhanden: Wir haben Getreide und eine Getreidemühle an Bord, ein leckeres Rezept  und alle Zutaten …und großen Optimismus. Leider hat sie die Mühle so, ich weiss gar nicht wie ich das schreiben  soll, eingestellt, dass die Köner maximal Kratzspuren erhielten. Dann kam Wasser und Hefe zu der Getreidepampe  und ab in den Ofen. Nach 4 Stunden war das Ergebnis auf dem Tisch.

Habt ihr schon mal vor einem Getreidefeld  gestanden und….reingebissen? Der Begriff Vollkorn war bei diesem Dingsda voll zutreffend. Setzte man ein Messer an, zerfiel es in seine Kornbestandteile und wir gaben am Ende Öl und Knoblauch dazu und  brieten den ganzen Bröselkram noch einmal in der Pfanne an. Ach ja, die Verdauungsorgane hatten Schwerstarbeit  zu leisten und „atmeten“ schwer!!!

Von Lemmer ging es 16 Meilen über das Ijsselmeer nach Enkhuizen. Meer ist gut… Es ist dort selten tiefer als 4,5  Meter und Landsicht verliert man, außer bei Nebel, nie. Trotzdem soll es durch Wetterumschwünge, Nebel und  einer kurzen und steilen Welle nicht ohne sein. Wir erlebten jedoch einen schönen Segeltag mit achterlichen  Winden von 3 Beaufort. Enkhuizen ist schön. Vor allem schön teuer! Der bisher teuerste Liegeplatz mit 21 EUR/Nacht zuzüglich Duschen,  Strom und Wasser. Es gibt zwar auch die Möglichkeit zu ankern, aber selbst das kostet 10 EUR. Egal! Die Stadt hat einiges zu bieten und wir blieben auch den folgenden Tag, den wir bei ständigem Regen im Schiff verdödelten.

Yippiiieehh, wir bekommen wieder Besuch! Wir machten uns früh morgens gegen 8:00 auf den Weg nach  Volendam, wo Steffi´s Cousine Ute und ihr Mann Michael sich ein Hotelzimmer gebucht hatten. Alter, was für ein Touridorf! Wir merken, dass Amsterdam nicht mehr weit ist. Volendam wird täglich von Bussen  besucht, die die meist asiatischen Gäste zu hunderten ausspucken. Überall auf der Promenade finden Fotosessions  statt, in Posen, für die wären im Heimatland ein paar Jahre Umerziehungslager fällig. Aber auch wir sind Touris  und letztendlich lebt die kleine Stadt davon. Ute und Michael luden uns abends in ein extrem feines Restaurant  ein. Für uns mittlerweile eine andere Welt. Hier probierten wir erstmalig einen alten Genever, der vom Geschmack  mit dem uns bekannten Aldifusel überhaupt nichts zu tun hat. Nix mit gefärbtem, mit Alkohol versetztem  Zuckerklebstoff. Hier hat man den Akvavit einfach in alten Genever umgetauft. Von dem Zeugs gabs ein paar und  wir wurden als letzte Gäste aus dem Lokal komplimentiert. Zum Frühstück kamen Ute und Michael noch zu uns an  Bord und anschließend legten wir ab, um einen Hafen in Durgerdam, direkt vor Amsterdam, anzulaufen, wo wir  heute gelandet sind. Von hier aus können wir mit dem Rad Ausflüge in das Zentrum von Amsterdam unternehen  und der Hafen ist mit 20 EUR/Nacht im Vergleich zu den Amsterdamer Stadthäfen (ca. 35 EUR) noch bezahlbar.  Vor allem haben wir hier in dem kleinen abgelegenen Hafen unsere Ruhe.

Wenn wir das Geschriebene so lesen, merken wir, dass wir langsam im Reisealltag angekommen sind. War am  Anfang noch alles aufregend und neu, liest sich der Text jetzt irgendwie sehr… naja, fast langweilig. Wir sind uns  aber sicher, dass es bald wieder Ausschläge, hoffentlich nach oben geben wird. Das Wetter ist übrigens auch hier  nicht das beste, wobei wir nicht wie Hamburg vom Dauerregen erfasst sind.

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